Statement zur U18 Bundestagswahl von Henning Homann (SPD)

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Ich unterstütze die Initiative U18-Bundestagswahl der Sächsischen Landjugend e.V.. Ich finde es wichtig, junge Menschen möglichst früh an politische Themen heranzuführen. Denn sie zeigen immer wieder, dass sie nicht nur politisch interessiert, sondern auch dazu in der Lage sind fachkundige und innovative Ideen in die Politik einzubringen.
Die U18-Bundestagswahl ist dennoch nur der erste Schritt. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass Jugendliche nicht nur symbolisch sondern auch tatsächlich die Möglichkeit bekommen, mehr politisch mitzuentscheiden. Ich unterstütze deshalb die Forderung das Wahlalter für alle Ebenen auf 16 Jahre zu senken. Die Altersgrenze ab 18 ist aus meiner Sicht absolut willkürlich gewählt. Meiner Erfahrung nach sind junge Erwachsene ab 16 sehr wohl in der Lage kluge, politische Entscheidungen zu treffen, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt. Des Weiteren würde eine Herabsetzung des Wahlalters dazu führen, dass die erste Wahlentscheidung durch parteipolitisch neutrale Schulen begleitet werden kann. Dadurch werden SchülerInnen ermutigt, eigene politische Meinungen zu entwickeln und zu vertreten. Studien zeigen, wer als ErstwählerIn an einer Wahl teilgenommen hat, beteiligt sich auch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit an kommenden Wahlen und umgekehrt. Die Erst- und JungwählerInnen bei ihrer politischen Bewertung von Parteien und Parteiprogrammen zu unterstützen, kann einen nachhaltigen Effekt bei der Stärkung der Wahlbeteiligung hervorrufen.
Den ersten Schritt in diese Richtung bilden dabei Aktionen wie diese, wobei der Fokus weiterhin darauf gerichtet sein sollte, die Beteiligungsrechte von Jugendlichen in Deutschland generell zu stärken.