Statement zur U18 Bundestagswahl von Janina Pfau (Die Linke)

Janina-Pfau

Wenn am 15. September wieder die U18 Bundestagswahlen stattfinden richtet sich meine Aufmerksamkeit mit großem Interesse darauf und ich freue mich über diese Möglichkeit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren am politischen Geschehen.

Die Wahlen schaffen für diese Altersgruppe die Voraussetzung ihr Interesse an Politik und sozialem Engagement zum Ausdruck bringen zu können.

Denn Kinder und Jugendliche haben durchaus ihre eigenen Vorstellung von der Gestaltung ihrer Umwelt und ihres Lebens.

Meist wird über Jugend gesprochen, wenn es Probleme gibt und ihr Recht auf kulturelle, politische und gesellschaftliche Selbstbestimmung scheitert dann aber an den leeren Kassen der Kommunen. Jugendliche sind nicht politikverdrossen, sie wollen sich engagieren und verändern. Dabei brauchen sie vielseitige Unterstützung, auch die der Politik. Besonders in den Kommunalparlamenten wird viel zu oft über statt mit Kindern und Jugendlichen gesprochen.

Wir als LINKE fordern dazu die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die Schaffung von mehr Möglichkeiten der direkten Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche bei allen Entscheidungsprozessen auf europäischer, Bundes, Länder- und Kommunalebene. Die U18 Bundestagswahl (sollten unsere Forderungen durchgesetzt werden dann die U16 Wahl) bietet dafür eine gute Vorbereitungsbasis für spätere ErstwählerInnen.

Bei meiner Arbeit als jugendpolitische Sprecherin im Sächsischen Landtag vertrete ich die Meinung, dass Kinder und Jugendliche in ihrer politischen und sozialen Selbstorganisation gestärkt werden müssen. Der Aufbau von Jugendverbandsarbeit sowie von Kinder- und Jugendparlamenten muss unterstützt und gefördert werden und nicht wie so oft, den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

Die Aufgabe der Kinder- und Jugendpolitik muss es sein, für alle Kinder gleiche Grundlagen und Verhältnisse für ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu schaffen. Kinderarmut darf es nicht geben, das betont DIE LINKE immer wieder, so auch in ihrer Wahlkampagne der Bundestagswahl 2017 „Kinder vor Armut schützen, DIE LINKE“.

Ich hoffe das möglichst viele der unter 18 Jährigen die Möglichkeit der U18 Wahl nutzen und sich dabei Gehör für ihre Meinungen zu Politik und Gestaltung des öffentlichen Lebens verschaffen werden. Die Parteien sollten diese Wahlen genauso ernst nehmen wie die echten Bundestagswahlen, denn aus den Wahlergebnissen können Parteien Erfahrungen sammeln, ob sie mit den eigene Forderungen die Jugendlichen auch erreichen können.